
(AFU) – Finanzminister Markus Marterbauer hielt am 10. Juni die Budgetrede für die Finanzperiode 2027/2028. Im Umwelt- und Klimabereich plant die Regierung im Doppelbudget eine Kürzung von 405 Mio. Euro. 339 Mio. Euro betreffen allein die Förderungen für Sanierung und Heizungstausch – laut Regierung aufgrund Überdotierung im Vorbudget. Der Bereich Kreislaufwirtschaft erhält 38 Mio. Euro weniger. Hierzu fällt die “Geräte-Retter-Prämie”. Ab 2028 ist geplant klimaschädliche Subventionen im kleinen Rahmen mit rund 150 Mio. Euro abzubauen (geschätztes Volumen auf mehrere Mrd. Euro).
Zwei Drittel der alten Förderung für Kesseltausch
Für die Sanierungsoffensive und die Förderung für den Heizungstausch von fossil auf erneuerbar stehen 2027 345 Mio. Euro zur Verfügung (180 Mio. Euro für Kesseltausch). Diese sollen im Folgejahr um 17 Mio. Euro auf 362 Mio. Euro steigen. Das Programm “Sauber Heizen für alle” bleibt weiterhin aufrecht. Die thermische Sanierung wird künftig auf Finanzierungszuschüsse bzw. Annuitenzuschüsse umgestellt.
Ersten eigenen Berechnungen zur Folge könnten mit dem Fördervolumen jährlich rund 30.000 fossile Kessel getauscht werden. Die Förderhöhen würden bei der Luftwärmepumpe auf rund 5.000 Euro und bei Holzheizungen auf 5.700 Euro sinken (zuvor 8.500 Euro). Informationen über die weitere Handhabe, wenn die aktuellen Förderungen Anfang Juli auslaufen, sind noch nicht vorhanden.
Auch die UFI Förderungen sollen gekürzt werden.
E-Autos werden in den Sachbezug einbezogen, wodurch sich die Regierung 190 Mio. Euro ab 2028 erhofft.
Zu guter Letzt ist festzuhalten, dass trotz Budgetkrise die wichtigen Förderprogramme Sanierungsoffensive und Heizungstausch weiter fortgesetzt werden.

