
(AFU) – Der Absatz von Heizungsanlagen ist im ersten Halbjahr verglichen mit dem Vorjahr um rund ein Viertel zurückgegangen und dies auf Kosten von Pellets&Co sowie der Wärmepumpe. Der Ölkesselverkauf verzeichnete ein Plus von 8% bei einem niedrigen Marktvolumen (485 neue Kessel). Der große Gaskesselmarkt blieb stabil (15.614 neue Anlagen). Das ergeben die Statistiken der Vereinigung Österreichischer Kessel- und Heizungsindustrie (VÖK), berichtet derStandard.
Bei den Erneuerbaren werden zwar weiterhin am meisten Wärmepumpen verkauft, mit 17.997 Anlagen sind es aber mehr als ein Viertel weniger als im Vorjahr. 60.000 Stück wären jährlich im Schnitt notwendig, um die Klimaziele bis 2040 zu erreichen. Verbandspräsident Richard Freimüller rechnet mit weniger als 30.000 Stück für heuer. Begründet wird der Einbruch insbesondere mit der heimischen Förderpolitik und ihren Stop-and-Gos. Die Fördertöpfe sind für heuer bereits aufgebraucht. Kommendes Jahr stehen wieder 360 Mio. Euro zur Verfügung bei gleichzeitiger Reduzierung der Förderquoten. Dabei weist die Biomassebranche seit Jahren darauf hin, dass sich jeder Fördereuro bereits vor der Auszahlung durch heimische Wertschöpfung und daraus resultierenden Steuereinnahmen rechnet. Neben der Versorgungssicherheit ist der Brennstoffkostenvorteil weiterhin evident. Pellets kosten beispielsweise 8,5 Cent/kWh, die fossilen Pendants rund 18 Cent/kWh.

