Förderungen für Gebäudesanierung und Heizungstausch wurden erhöht

11.02.2021

(PA_LKÖ) – „Gerade zum richtigen Zeitpunkt hat das Klimaschutzministerium eine deutliche Erhöhung der Fördermittel für die Gebäudesanierung und den Ersatz veralteter klimaschädlicher Öl- und Erdgaskessel durch erneuerbare Heizsysteme bekannt gegeben. Denn mitten in der Kältewelle machen sich Menschen in ganz Österreich Sorgen, ob ihre alte Ölheizung durchhält oder ob die Erdgasversorgung aus dem krisengeschüttelten Russland auch weiterhin funktioniert. Wir in Österreich haben mit unseren hocheffizienten Holzheizungssystemen eine sichere und verlässliche Möglichkeit, der Kältewelle zu trotzen. Unterstützt wird das durch eine aktive und gleichzeitig nachhaltige Waldbewirtschaftung, die in allen Regionen des Landes die Verfügbarkeit des erneuerbaren Brennstoffes Holz sicherstellt, durch internationale Spitzentechnologie für Holzfeuerungsanlagen ‚made in Austria‘ und durch eine langjährige Tradition in der Bevölkerung beim richtigen Heizen mit Holz“, erklärte heute Landwirtschaftskammer (LK) Österreich-Präsident Josef Moosbrugger.

Rekordbudget für Sanierung und Heizkesseltausch

Insgesamt steht im Klimaschutzministerium ein Budget in der Höhe von 650 Mio. Euro in den Jahren 2021 und 2022 für die Förderwerber bereit. Moosbrugger dazu: „Diese deutliche Aufstockung der Förderungen ist ein wichtiges Zeichen für die Biomasse-Branche, die Wertschöpfungskette Holz und die Energiewende im Wärmebereich. Erstmals werden die Förderungen mehrjährig vergeben, was die Planungssicherheit für Haushalte und die ausführenden Unternehmen wesentlich erhöht. Die Leitbetriebe der heimischen Holzkesselindustrie konnten vergangenes Jahr trotz Corona-Krise um ein Drittel mehr Mitarbeiter beschäftigen als im Jahr zuvor. Durch die Aufstockung der Förderkontingente erwarten wir einen weiteren Beschäftigungsschub. Wer mit Holz heizt sorgt für heimische Wertschöpfung, hilft dem Wald und schützt das Klima.“

Globale Konzerne gegen lokale Holzenergiesysteme

„Derzeit läuft eine regelrechte Hetzkampagne gegen die Energiegewinnung aus Holz, die von globalen Konzernen mit intransparenten Finanzierungsquellen gespeist wird. Nachdem es den Klimawandel-Leugnern nicht gelungen ist, Kohle, Erdöl und Erdgas als Hauptverursacher der Klimakrise zu vertuschen, wollen sie jetzt Holz als unseren wichtigsten erneuerbaren Energieträger mit Lügengeschichten vernichten. Wir werden es nicht zulassen, dass den Menschen die sicherste Wärmeversorgung mit Holz aus unseren nachhaltig bewirtschafteten Wäldern weggenommen wird. Arbeitsplätze und Wertschöpfung für den Energiebedarf der Bevölkerung müssen in der Region bleiben. Es kann nicht sein, dass mit unserem Geld in weit entfernten Ländern fossile Rohstoffe und damit gleichzeitig Korruption und Machtmissbrauch finanziert werden“, betonte der LK-Präsident.

Aktive Waldbewirtschaftung schützt Klima 

„Von Vorarlberg bis ins Burgenland sind wir gefordert, die Möglichkeiten und die Chancen, die unsere Naturressourcen bieten, bestmöglich zu nützen, um Arbeitsplätze und Wertschöpfung, wo es nur geht, zu schaffen. Der Wald ist eine unserer wertvollsten Ressourcen. Der Rohstoff Holz ist auch eine Stärke in der EU, weil er auf Basis einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung gewonnen wird. Gerade in der jetzigen Krise brauchen wir unternehmerische Initiativen. Lassen wir uns nicht von Fehlinformationen verunsichern: Nur der bewirtschaftete Wald und dessen nachhaltige Nutzung hilft uns durch die Klima- und Wirtschaftskrise“, so Moosbrugger.