Holz aus betriebseigenen Wäldern

17.11.2020
v.l..: Energie Burgenland Wärme und Service Geschäftsführer Alexander Pultz, DI Matthias Grün, Geschäftsführer Esterhazy Betriebe, Energie Burgenland Vorstandsvorsitzender Michael Gerbavsits

(PA_Esterhazy Betriebe) – Die Wärmeversorgung von Ballungsräumen mit erneuerbarer, sauberer Fernwärme ist für Energie Burgenland von großer Bedeutung. Dieses Anliegen wird in Eisenstadt nun gezielt durch die Esterhazy Betriebe unterstützt. Neben der Einräumung von umfangreichen Leitungsrechten wurden zahlreiche Objekte an das Biomasse-Fernwärmenetz angeschlossen. So werden Gebäude, die bisher vor allem mit Erdgas versorgt wurden, auf Fernwärme aus Holz umgestellt. Neben dem Schloss Esterházy wird die Orangerie im Schlosspark Eisenstadt ab sofort mit komfortabler und nachhaltiger Energie versorgt. Das Restaurant „Henrici“ und die „Selektion Vinothek Burgenland“ folgen in den nächsten Wochen. Das gemeinsame Projekt zwischen Energie Burgenland und Esterhazy stellt eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten dar. Das Holz für das Fernwärme-Heizwerk der Energie Burgenland stammt zum großen Teil aus den nahegelegenen Wäldern der Esterhazy Betriebe.

„Fernwärme auf Basis von Biomasse ist von großer Bedeutung auf dem Weg in eine grüne Energiezukunft und wichtiger Bestandteil der Ökoenergie im Burgenland“, betont Energie Burgenland Vorstandsvorsitzender Michael Gerbavsits. 

„Die Vorteile der Fernwärme liegen auf der Hand: Fernwärme ist sicher, sauber und zukunftsfähig. Vor allem ist es eine umweltfreundliche Technologie, die wesentlich zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und zur Reduktion der fossilen Abhängigkeit Österreichs beiträgt. Allein in Eisenstadt werden nach Abschluss aller geplanten Bauphasen durch Fernwärme jährliche Emissionen von 11.600 Tonnen CO2 eingespart. Da von der Energie Burgenland ausschließlich regionale Biomasse zur Erzeugung von Fernwärme verwendet wird, ist diese auch CO2 neutral“, skizziert Energie Burgenland Wärme und Service Geschäftsführer Alexander Pultz. 

Für den Kunden ist Fernwärme wohl die bequemste Art zu heizen, man erspart sich die Brennstoffbeschaffung und Lagerung. Die Wärme gelangt direkt über das Fernwärmeleitungsnetz in die Anlagen und ist somit weitgehend wartungsfrei. 

„Nachhaltigkeit ist für uns kein Modewort, sondern in allen unseren Bereichen bereits seit jeher gelebte Praxis. Wo immer möglich ist die Nutzung von erneuerbaren Energien logische Konsequenz“, unterstreicht DI Matthias Grün, Geschäftsführer Esterhazy Betriebe. „Fernwärme von Holz aus unseren nahegelegenen Wäldern ist eine saubere, effiziente Energie mit hohem Wirkungsgrad.“ So kommt die von Energie Burgenland verwendete Biomasse aus maximal 50 Kilometer Umkreis des jeweiligen Heizwerkes. Die thermische Anschlussleistung aller Anlagen beträgt 1,871 MW. Der geschätzte Jahresverbrauch beträgt 2.987.000 kWh, das entspricht dem durchschnittlichen Verbrauch von ungefähr 600 Wohnungen.

Bauprojekte der Esterhazy Betriebe in unmittelbarer Nachbarschaft des Schlosses Esterházy werden ebenfalls bis 2022 an das entstehende Fernwärmenetz angeschlossen. Dazu gehören 60 freifinanzierte Eigentumswohnungen aufgeteilt auf vier Häuser, ein Gebäude mit hochwertigen und modernen Büros sowie ein Hotelprojekt mit 120 Zimmern im gehobenen 4 Stern Superior Bereich. Durch die Erweiterung der Infrastruktur, wobei auch Leitungen durch den Schlosspark verlegt wurden, wird die Versorgung mit umweltfreundlicher Fernwärme zukünftig auch in bisher nicht mit Fernwärme aufgeschlossenen Bereichen der Landeshauptstadt möglich sein.  

Mit der Erweiterung des Fernwärmenetzes leistet Energie Burgenland gemeinsam mit den Esterhazy Betrieben einen wesentlichen Beitrag zur angestrebten Energieautarkie und der Erreichung der Klimaziele des Burgenlandes.