
(AFU) – 15 PionierInnen aus ganz Österreich engagieren sich ehrenamtlich für die Interessen der heimischen Energiegemeinschaften und gründen die “Interessensgemeinschaft Gemeinsame Energienutzung” – kurz IGGE. Am 24. September wird ein Gründungskonvent in Salzburg veranstaltet, und die Staffelübergabe zum 1. Vereinsvorstand der IGGE vollzogen werden. Dabei werden die neuen Vereinsstatuten und der erste Vorstand gewählt, kündigten vier Gründungsmitglieder im Rahmen einer Pressekonferenz an.
Mittlerweile bestehen in Österreich über 10.000 Energiegemeinschaften (EEGs) mit bis zu 500.000 TeilnehmerInnen. Diese beeindruckende Zahl wurde dank staatlicher Vergünstigungen (wie keine Elektrizitätsabgabe, Reduktion der Netzentgelte und kein Erneuerbaren-Beitrag – in Summe rund 6 Cent/kWh) innerhalb von fünf Jahren erreicht – Tendenz weiterhin stark steigend. Die Gründungsmitglieder sind davon überzeugt, dass die EEGs eine Mitsprache bei der Gestaltung der Marktregeln der E-Wirtschaft brauchen. Die IGGE soll diese starke Stimme für die EEGs in Österreich werden. Man will Interessen vertreten, Mitglieder vernetzen und den Erfahrungsaustausch fördern und eben die Marktregeln mitgestalten. Jede/r Bürger/in, jedes Unternehmen sowie jede Institution soll Teil einer EEG werden können – und dies möglichst einfach.
Die IGGE hat sich weiters zum Ziel gesetzt, die Bewusstseinsbildung voranzutreiben, die technische Innovation zu forcieren und neue Geschäftsmodelle zu fördern. Zu neuen Geschäftsmodellen zählen unter anderem Peer-Peer-Modelle oder Eigenversorgungsanlagen (selbst produzierten Strom für verschiedene Standorte).
Angesprochen auf die größten Herausforderungen bei den EEGs, wird auf den oftmals zu komplizierten Online-Anmeldevorgang bei den Netzbetreibern verwiesen. Vor allem ältere MitbürgerInnen scheitern hierbei.

