Mehr Geld für Klima- und Energiefonds

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Förderprogramme starten im Juni

23.06.2020
Pressekonferenz (22. Juni 2020) zum Jahresprogramm des Klima- und Energiefonds mit (v.l) KliEn-GF Ingmar Höbarth, Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und KliEn-GF Theresia Vogel

(PA_Klima- und Energiefonds) – Das Präsidium des Klima- und Energiefonds hat das Jahresprogramm für 2020 beschlossen. 158 Millionen Euro stehen zur Verfügung, dies ist ein deutliches Plus von 57 Mio. Euro gegenüber den Vorjahren. Der Klima- und Energiefonds der Bundesregierung ist dotiert aus Mitteln des Bundesministeriums für Klimaschutz sowie europäischen Mitteln.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: „Wir haben uns im Regierungsprogramm viel vorgenommen – bis 2030 100% Strom aus Erneuerbaren Energien. Dafür wollen wir auf einer Million Dächern umweltfreundlichen Sonnenstrom erzeugen. Mit 13,7 Millionen an Förderung machen wir heute einen großen Schritt.“

In seiner zentralen Programmstrategie setzt der Fonds auf die Arbeit mit Modellen, Vorzeigeprojekten und der Entwicklung hochinnovativer Technologien „made in Austria“. Konkret hat der Fonds mit einem Förderbudget von 1,4 Mrd. Euro in den letzten zwölf Jahren 30 Programme entwickelt und mehr als 144.000 Projekte gefördert. Diese haben im Schnitt das 4-fache an Investitionen ausgelöst. Klima- und Energiefonds Geschäftsführung Theresia Vogel und Ingmar Höbarth: „Die Energie- und Mobilitätswende in Österreich voran treiben bedeutet für uns auch, die heimische Konjunktur durch Klimaschutzmaßnahmen anzukurbeln. Zahlreiche Projekte stehen in den Startlöchern – dank des deutlich erhöhten Budgets gehen diese nun in die Umsetzung und zeigen Wirkung. Denn die Klimakrise braucht jetzt konkrete Maßnahmen – wir hoffen daher, dass der positive Budgetpfad auch in den nächsten Jahren fortgesetzt wird.“

Evaluierung bestätigt hohen ökonomischen Nutzen des Fonds

Den ökonomischen Nutzen des Fonds streichen Umweltbundesamt GmbH und Prognos AG Berlin in ihrer aktuellen Evaluierung des Klima- und Energiefonds hervor. Die Evaluator*innen betonen, dass die CO2-Einsparungen, welche durch die Unterstützungsmaßnahmen des Klima- und Energiefonds erzielt werden, auch aus ökonomischer Perspektive von langfristigem Nutzen sind, da Kosten für Zertifikatskäufe und Kosten des Klimawandels vermieden und positive Effekte hinsichtlich der Wertschöpfung und Beschäftigung in Österreich generiert werden.

Schwerpunkte 2020
  • Das Energie- und Mobilitätssystem zukunftsfit machen
    Es gilt, das Energie- und Mobilitätssystem in Regionen und Städten zukunftsfit zu machen, indem der Ausbau von erneuerbarer Energie, die Sektorkopplung, die Integration von Speichern, Maßnahmen zur Energieeffizienz und erneuerbare Wärmesysteme in einem klug gesteuerten Energiesystem unterstützt werden und das Angebot an klimafreundlicher Mobilität ausgebaut wird.
  • Anpassung an den Klimawandel
    Städte und Regionen, Infrastrukturbetreiber, Wirtschaftssektoren/Branchen und der Gesundheitssektor werden durch konkrete Anpassungsprogramme in der Bewältigung der Folgen der Klimakrise unterstützt.
  • Wirtschaft wird fossilfrei – Standort sichern
    Die heimische Wirtschaft und im Besonderen die energieintensive Industrie werden bei der zügigen Transformation, dem Ausstieg aus fossiler Energie unterstützt. Das bedeutet die Sicherung des Wirtschaftsstandortes und steigert die Chancen im globalen Wettbewerb.
  • Klimaschutz-Innovationen ausrollen
    Die forcierte Entwicklung und Erprobung von innovativen Technologien in großflächigen Testbeds (z.B. Wasserstoff-Technologie, Sektorkopplung und Speichertechnologien, integrierte regionale Systeme, urbane Entwicklung, innovative Sanierungen, Logistik).
  • Green Finance
    Mit speziellen Angeboten und Initiativen wird Privatkapital mobilisiert. Damit soll das öffentliche Budget entlastet und die Energie- und Mobilitätswende noch engagierter vorangetrieben werden.
 Erste Förderprogramme starten im Juni

Detailinformationen zu den Förderungen und den Einreichmöglichkeiten: https://www.klimafonds.gv.at/ausschreibungen/