Salzburgleitung abgeschlossen

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1 Mrd. Euro und 5 Jahre Bauzeit

28.10.2026
APG Demontage Hagengebirge

(PA_APG) – Mit dem erfolgreichen Abschluss der Demontagearbeiten im Zuge des Projekts Salzburgleitung geht eines der bedeutendsten Strominfrastrukturprojekte Österreichs ins Ziel. Nach der Inbetriebnahme der neuen 380-kV-Salzburgleitung 2025 sind nun jene Bestandsleitungen und Maste zurückgebaut, die durch die neue, leistungsstarke Infrastruktur ersetzt wurden. Damit findet ein jahrzehntelanges Großprojekt seinen erfolgreichen Abschluss. 

In Summe wurden in Salzburg 678 alte 220-kV- und 110-kV-Maste auf einer Länge von 193 km demontiert. Neu gebaut wurden hingegen nur 449 Maste auf einer Gesamtlänge von 128 km. In Salzburg gibt es damit nun 229 Maste und 65 Leitungskilometer weniger als vor der Umsetzung der Salzburgleitung. APG-Vorstandssprecher Gerhard Christiner: „Mit der Demontage der 220-kV- und 110-kV-Leitungen haben wir unser Versprechen gehalten und weite Naturräume als auch urbane Bereiche leitungsfrei gemacht.“

Die letzten verbliebenen Maste im Hagengebirge wurden Anfang September mittels Hubschrauber abtransportiert. Anschließend wurden in den vergangenen Wochen in hochalpiner Lage die letzten Fundamente abgebaut.

Sichtbarer Mehrwert für Mensch, Region und Energiewende

APG-Vorstandssprecher Gerhard Christiner: „Mit dem Abschluss der Demontagearbeiten endet nicht nur ein umfassendes Bauprojekt, es werden auch die langfristigen Vorteile der Salzburgleitung sichtbar. Die neue Infrastruktur erhöht die Versorgungssicherheit, unterstützt die Energiewende und reduziert gleichzeitig die Auswirkungen auf die Landschaft durch den Rückbau zahlreicher Altanlagen.“

Höhere Versorgungssicherheit

Die Salzburgleitung bildet den westlichen Lückenschluss des österreichischen 380-kV-Rings, dem Rückgrat der heimischen Stromversorgung. Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme der Leitung im Jahr 2025 wird die Netzstabilität nachhaltig gestärkt und die Voraussetzung geschaffen, erneuerbare Energien effizienter in das Stromsystem zu integrieren.

Die Salzburgleitung ermöglicht insbesondere den Transport von Strom-Überschüssen aus Wind- und Photovoltaikanlagen in Ostösterreich zu den leistungsstarken Pumpspeicherkraftwerken im Westen des Landes. Dadurch wird die Versorgungssicherheit erhöht und die Abhängigkeit von Stromimporten reduziert. Die neue kapazitätsstarke Salzburgleitung mit einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro konnte nach einer Genehmigungszeit von 77 Monaten und einer Bauzeit von fünf Jahren im April 2025 in Vollbetrieb genommen werden.

Zentraler Bestandteil des Projektes Salzburgleitung sind die neuen Umspannwerke Pongau (St. Johann im Pongau) und Wagenham (Pischelsdorf am Engelbach/OÖ). Aus- und umgebaut wurden zudem die Umspannwerke Salzburg (Elixhausen), Kaprun, Tauern (Kaprun) und St. Peter (St. Peter am Hart/OÖ). Mit diesen neuen Verknüpfungen zwischen dem Übertragungsnetz der APG und den Verteilnetzen der Landesenergieversorger in Salzburg und Oberösterreich wird auch die regionale und überregionale Versorgungssicherheit noch einmal deutlich verbessert.