
(PA_FH_OÖ) – Wasserstoff ist ein Gamechanger für Industrie und Klimaschutz. Mit EU-Fördermitteln aus dem Just Transition Fund (JTF) wurde der Aufbau des im Herbst 2025 eröffneten Wasserstoffforschungszentrums der FH Oberösterreich in Wels unterstützt. Zusammen mit einer hochrangigen Delegation der EU ließ sich nun Dr. Nicolas Gibert-Morin, Leiter des Referats REGIO.F.2 bei der Europäischen Kommission in der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung, die Infrastruktur ebenso wie die ersten Forschungsprojekte vor Ort erklären. Gibert-Morin ist für alle EU-Regionalfördermittel für die Länder Österreich, Deutschland und die Niederlande zuständig. Für das Welser Forschungszentrum wurden in einem ersten Schritt 11,6 Mio. Euro von Land Oberösterreich und EU aufgewendet.
Das Projekt HyBRID – für das 9,8 Mio. dieser 11,6 Mio. Euro direkt aus dem Just Transition Fund (JTF) der EU bereitgestellt werden – zielt darauf ab, Anwendungen für Wasserstoff zu erforschen sowie kleine und mittlere Unternehmen, die in treibhausgasintensiven Branchen tätig sind, bei der Entwicklung nachhaltiger und wettbewerbsfähiger Produktionsverfahren zu unterstützen.
Welser Forschung als Treiber für Wirtschaft und Green Jobs
„Die Arbeit des Forschungszentrums beschleunigt nicht nur die Einführung von Wasserstoff als saubere Energiequelle, sondern schafft auch grüne Arbeitsplätze und fördert das Wirtschaftswachstum“, unterstreicht FH-Prof. PD Dr. Johann Kastner, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung an der FH Oberösterreich und Mastermind des H2-Zentrums. Im Einklang mit den Zielen des JTF der EU werde das Projekt Oberösterreich dabei helfen, die sozioökonomischen Auswirkungen des Übergangs zur Klimaneutralität zu bewältigen.
Sozioökonomische Auswirkungen am Weg zur klimafitten Wirtschaft bewältigen
„Das EU-geförderte Forschungszentrum in Wels eröffnet der Industrie Chancen für nachhaltige und wettbewerbsfähige Produktionsprozesse“, erklärt EU-Kommissionsvertreter Nicolas Gibert-Morin bei seinem letztwöchigen Besuch in Wels.
Mit dem Projekt HyBRID und seinem Nachfolgeprojekt HySOLVE entstehe seiner Ansicht nach in Oberösterreich eine umfassende Forschungsinfrastruktur, die als Basis für Wasserstoff-Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Entwicklungen dient. Deren Bedeutung fasst Gibert-Morin so zusammen: „Über die Bedeutung für Wachstum und grüne Arbeitsplätze hinaus trägt das H2-Zentrum hier in Oberösterreich zum Ziel des EU-Fonds für einen gerechten Übergang bei, nämlich Regionen und Menschen in die Lage zu versetzen, die sozioökonomischen Auswirkungen des Weges hin zur Klimaneutralität zu bewältigen.“

