
(PA_Maschinenring) – Am 3. Oktober wurde das neue Biomasseheizwerk des Maschinenring in Krottendorf-Gaisfeld feierlich eröffnet und offiziell in Betrieb genommen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die neue Anlage kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen der regionalen Wärmeerzeugung zu werfen.
Bereits seit 2009 betreibt der Maschinenring in Krottendorf-Gaisfeld ein Biomasseheizwerk. Durch zusätzliche Gemeindeobjekte, Wohnanlagen und private Abnehmer stieß die bestehende Anlage zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. Mit dem Neubau wurde nun die Grundlage für die weitere Entwicklung der regionalen Wärmeversorgung geschaffen.
Herzstück der neuen Anlage ist ein Biomassekessel mit 500 Kilowatt Leistung. Das Heizwerk wurde bereits für den Einbau eines zweiten Kessels und damit für einen weiteren Ausbau vorbereitet. Ein Pufferspeicher mit 50.000 Litern gleicht Verbrauchsspitzen aus. Rund 700 Meter Wärmeleitungen wurden neu errichtet und an das bereits bestehende Netz angeschlossen.
Vom heimischen Wald zur regionalen Wärme
Besonderen Wert legt der Maschinenring auf die Herkunft des Brennstoffs. Im ersten Betriebsjahr werden voraussichtlich rund 1.700 bis 1.800 Schüttraummeter Waldhackgut benötigt. Dieses stammt zu 100 Prozent von Maschinenring-Mitgliedern aus der Region. Rund zehn landwirtschaftliche Betriebe bilden derzeit die Lieferbasis. Kurze Transportwege und eine langfristige Zusammenarbeit mit den Lieferbetrieben stehen dabei im Mittelpunkt. Für die Landwirte entsteht damit eine zusätzliche Absatzmöglichkeit für Waldhackgut und Holzsortimente, die sich für eine hochwertige stoffliche Nutzung nur eingeschränkt eignen.
„Mit unseren Biomasseheizwerken verbinden wir vieles, wofür der Maschinenring steht: Zusammenarbeit, regionale Wertschöpfung und zusätzliche Einkommensmöglichkeiten für unsere bäuerlichen Mitglieder. Der Rohstoff kommt aus der Region, die Arbeit bleibt in der Region und die Wärme kommt den Menschen vor Ort zugute“, betonte Sepp Wumbauer, Landesobmann des Maschinenring Steiermark, anlässlich der Eröffnung.
Regionale Zusammenarbeit
Auch bei der Errichtung wurde auf regionale Zusammenarbeit gesetzt. Der Maschinenring Voitsberg war unter anderem bei Arbeiten rund um die Außenanlagen eingebunden, die Maschinenring-Elektrotechnik verantwortete die elektrische Ausstattung und Steuerung. Auch weitere Unternehmen aus der Region wirkten am Projekt mit.
Das neue Heizwerk steht damit beispielhaft für die Verbindung von Landwirtschaft, Forstwirtschaft und regionaler Energieversorgung: Heimisches Waldhackgut wird zu verlässlicher Wärme, bäuerliche Betriebe erhalten zusätzliche Wertschöpfungsmöglichkeiten und ein wesentlicher Teil der wirtschaftlichen Leistung bleibt in der Region. Bei der feierlichen Eröffnung konnten sich die Besucherinnen und Besucher selbst ein Bild davon machen.

