Windpark Gnadendorf-Stronsdorf geht erfolgreich in Betrieb

29.04.2026
v.li.: Bürgermeister von Gnadendorf Manfred Schulz, EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger, Landtagspräsident Karl Wilfing und Bürgermeister von Stronsdorf Johannes Denner

(PA_EVN) – Erfreuliche Nachrichten für die erneuerbare Energiezukunft gibt es aus den Gemeinden Gnadendorf und Stronsdorf. Was im Jahr 2015 mit der Einreichung zum UVP-Verfahren begonnen hat, findet nun – 11 Jahre später – sein erfolgreiches Finale: Der Windpark Gnadendorf-Stronsdorf mit insgesamt sieben Windkraftanlagen konnte kürzlich erfolgreich den Betrieb aufnehmen.

Ab sofort können mit den fünf Windrädern in Gnadendorf und den zwei Windrädern in Stronsdorf rund 26.000 Haushalte mit Ökostrom versorgt werden. Und das ist noch nicht alles: Der Windpark Gnadendorf-Stronsdorf ist gleichzeitig der erste Windpark in Niederösterreich, bei dem die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung umgesetzt wurde. Das bedeutet, dass das sogenannte „rote Blinken“ der Windkraftanlagen nachts ab sofort nur noch im Bedarfsfall – also wenn sich beispielsweise ein Hubschrauber nähert – zum Einsatz kommt. Bereits nach wenigen Tagen hat sich gezeigt, dass das System sehr gut funktioniert. Innerhalb der ersten drei Tage, in denen die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung aktiviert war, wurde die Zeit des roten Blinkens auf insgesamt 8 Minuten reduziert – also in 99,2 % der Nachtstunden war kein rotes Blinken zu sehen.

„Wir in Niederösterreich setzen seit vielen Jahren konsequent auf die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energieträgern wie der Windkraft. Damit leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der Energieunabhängigkeit und dürfen uns mit Recht als Ökostromlokomotive Österreichs bezeichnen. Besonders freut es mich, dass die Windkraftanlagen hier in Gnadendorf-Stronsdorf zu den ersten zählen, bei denen auf das nächtliche rote Dauerblinken verzichtet werden kann. Stattdessen werden die Warnsignale nur mehr bei Bedarf aktiviert – ein Schritt, der vom Niederösterreichischen Landtag und der Landesregierung initiiert wurde. Ich bin überzeugt, dass in den kommenden Monaten weitere niederösterreichische Windkraftanlagen diesem Beispiel folgen werden und damit einen wichtigen Beitrag zur Reduktion unnötiger und störender Lichtverschmutzung leisten“, hält Landtagspräsident Karl Wilfing bei der Inbetriebnahme des Windparks Gnadendorf-Stronsdorf fest.

Für den Bürgermeister von Gnadendorf Manfred Schulz, der das Projekt von Beginn an begleitet hat, und auch seinen Amtskollegen aus Stronsdorf Johannes Denner ein Meilenstein: „Von der ersten Projektidee bis zum fertigen Windpark sind viele Jahre vergangen. Es zeigt sich jedoch wieder, dass sich Geduld auszahlt. Dass die Windräder in der Nacht ab sofort auch nicht mehr dauerhaft rot blinken, ist ein zusätzlicher Bonus für die Bevölkerung in unseren Gemeinden.“

Auch EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger begrüßt diese Entwicklung: „Die Inbetriebnahme des Windparks Gnadendorf-Stronsdorf markiert nicht nur das Ende eines Projekts, sondern auch den Anfang der Windkraftnutzung für die beiden Standortgemeinden. Gleichzeitig wird mit der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung ein Meilenstein für die ganze Windkraftbranche in Niederösterreich erreicht. Es freut uns besonders, dass wir mit diesem Windpark die ersten in Niederösterreich sind und damit ein jahrelanges Ringen um diese Entwicklung ihr erfolgreiches Ende gefunden hat. Damit wollen wir die Akzeptanz für Windräder steigern und unsere Ausbauziele erreichen.“