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Unser Wald wächst

25.01.2019 11:06


Frau Bundesministerin Elisabeth Köstinger und Leiter des BFW Peter Mayer präsentieren die Ergebnisse der Waldinventur 2018

(AFU) Um durchschnittliche 4 Mio. fm wuchs der heimische Wald jährlich im vergangenen Jahrzehnt, wodurch sich ein Gesamtvorrat von rund 1,17 Mrd. fm Holz bis 2018 bildete. Genutzt wurden 2018 26,2 Mio. fm von den zugewachsenen 29,7 Mio. fm, also ein Anteil von 88% (ein Plus von 3% Prozentpunkte zu 2017). Dieser Zuwachs ist auf den höheren Holzeinschlag im Kleinwald zurückzuführen (von 74% vor 10 Jahren auf 85% 2018). Die großen Forstbetriebe nutzen den gesamten nachhaltigen Zuwachs, und bei den Österreichischen Bundesforsten sank die Nutzung von 111% auf 76%. Der Waldanteil liegt in Österreich bei 48% (davon 57% Fichte). Die Wertschöpfung beträgt rund 12 Mrd. Euro, wobei ein Exportüberschuss von 3,5 Mrd. Euro erzielt wird. Diese Zahlen stammen aus der jüngsten Waldinventur des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW).

Gewachsen um die Fläche des Mühlviertels
Seit 1960 führt das BFW Waldinventuren durch, und seitdem nahm die Waldfläche kontinuierlich zu – bis 2018 um die Fläche des Mühlviertels. Die waldreichsten Bundesländer sind die Steiermark und Kärnten. Die wichtigste Baumart bleibt mit Abstand die Fichte, jedoch nimmt der Laubholzanteil zu (vor allem die Buche). „Beim Klimaschutz ist der Wald Teil der Lösung, steht aber gleichzeitig enorm unter Druck“, erklärte Frau Bundesministerin Elisabeth Köstinger, anlässlich der Inventurpräsentation. Die Schadholzmengen sind 2018 explodiert, was auch zu einer schwierigen Marktlage geführt hat, denn die heimischen Abnehmer können die Schadholzmengen nicht verarbeiten. Deshalb versucht das Ministerium über die Förderung von Nasslagern und einem verstärkten Export, die Situation für die geschädigten Waldbesitzer zu verbessern.
„Entscheidend sind die energetische Nutzung und die gesamte Bioökonomie für die Forstwirtschaft. Wir wollen raus aus der fossilen Rohstoff-Nutzung, was enorme Chancen für Holz eröffnet“, so die Ministerin. Deshalb will das Ministerium die Holzmobilisierung fördern, um genügend Rohstoff für die Bioökonomie bereitstellen zu können.