< 30% mehr E-Ladestationen

Deutscher Windkraftausbau sinkt um zwei Drittel

25.01.2019 09:33


(AFU) Das Gute zuerst: In den vergangenen 20 Jahren hat Deutschland seine Stromproduktion durch erneuerbare Energien verzehnfacht und liegt nun bei rund 40%. In den letzten Jahren stemmte Deutschland die Hälfte des europäischen Windkraftausbaus. Änderungen der Rahmenbedingungen durch die Einführung von Ausschreibungen führten aber in den vergangenen Jahren zu einer enormen Senkung der Ausbauraten. Wurden 2017 noch mehr als 5.000 MW Windkraftleistung an Land errichtet, waren es 2018 etwa noch 3.000 MW. Dieses Jahr wird der Windkraftausbau voraussichtlich bei rund 2.000 MW zu liegen kommen.

„Deutschland hat Ausschreibungen für die Festsetzung der Förderhöhe eingeführt, weil die Politik den Windkraftausbau beschränken wollte“, so Wolfram Axthelm, Geschäftsführer des deutschen Windenergie Verbandes BWE und ergänzt: „Will man den Ausbau erneuerbarer Energien beschränken, dann ist so ein System sicher geeignet. Damit Deutschland aber seine gesteckten Ziele von 65% erneuerbarer Stromversorgung bis 2030 erreichen kann, bedarf es eines gehörigen Rückenwindes und eines gesteigerten Ausbaus. Wir müssen wieder zu einem Nettozubau von 5.000 MW Windkraftleistung pro Jahr kommen, und das so rasch wie möglich“, fordert Axthelm.