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Energiesystem braucht Holzkraftwerke

30.11.2017 12:12


(PA_LK Österreich) "Die Holzbereitstellung, der Betrieb der Holzkraftwerke und die Investitionen zur Wärmenutzung schaffen Arbeit und regionale Verdienstmöglichkeiten. Klimaschutz erspart Klimaschäden und schützt unseren Wald, der wiederum seine Wirkungen nur erfüllen kann, wenn er bewirtschaftet wird. Diesen volkswirtschaftlichen Vorteil errechnete der Think-Tank Bioenergy 2020+ und unterstrich damit die im Vergleich zu fossilen Energieträgern unschlagbar positive volkswirtschaftliche Bilanz der Stromerzeugung aus Holz. Über 6.400 sichere Arbeitsplätze, davon 500 in den Anlagen selbst, 3.600 im regionalen Gewerbe und 2.200 in der Land- und Forstwirtschaft sind unersetzlich in ihrer Wirkung in strukturschwachen Gebieten. Die 130 gut funktionierenden Ökostromanlagen brauchen ein reformiertes Ökostromgesetz und das möglichst rasch. Wir wollen nicht, dass Österreich mit der Abschaltung von Holzkraftwerken von Atom- und Kohlestrom abhängig wird", erklärte LK Österreich-Präsident Hermann Schultes

Spitzenposition Österreichs nicht gefährden. "Wir haben uns durch harte Arbeit eine international anerkannte Spitzenposition bei erneuerbaren Energien geschaffen. Diese dürfen wir nicht gefährden, da hängt zu viel daran", appellierte Schultes an die Verantwortlichen, rasch eine Lösung zu finden. Tatsächlich hat Österreich bei Bioenergietechnologien in den letzten Jahrzehnten eine weltweite Vorreiterrolle errungen. Intelligente Forschungsförderung, kreative Unternehmer und bestens ausgebildete Fachkräfte sind der Schlüssel dazu. Nach wie vor kommen zahlreiche Delegationen aus der ganzen Welt, um die ausgezeichneten Lösungskonzepte der gesamten Wertschöpfungskette, von der Brennstofflogistik über die Kesseltechnologien bis zur Ascheverwertung, zu studieren. Wichtige Exportchancen für die Unternehmen des Sektors werden effizient genützt. 

Energiesystem der Zukunft braucht Holzkraftwerke. "Im Energiesystem der Zukunft sind die extrem klimaschädliche Verbrennung fossiler Rohstoffe und der Betrieb gefährlicher Atomkraftwerke zu beenden. Holzkraftwerke bilden dafür ein wesentliches Standbein. Sie sorgen heute schon in ganz Österreich rund um die Uhr 365 Tage im Jahr für erneuerbaren Strom und Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen. Diese 130 dezentral über ganz Österreich verteilten Anlagen entlasten mit jährlich 2 Mrd. kWh Strom das Netz und können den Strombedarf von 600.000 Haushalten bereitstellen. Die Abwärmenutzung bringt zusätzlich 4,5 Mrd. kWh, das ersetzt 450 Mio. l Heizöl. Unser Holz wächst nach und ist reichlich verfügbar", erklärte Schultes und wies erneut auf die Tatsache hin, dass ein Ende der Holzkraftwerke zur grotesken Steigerung von Atomstrom- und Kohlestromimporten führen würde. Schultes klar: "Österreich will die in Paris mitbeschlossenen Klimaziele erreichen. Wir brauchen den grünen Strom aus der Region statt des schmutzigen aus Atom und Kohle." 

Dringender Handlungsbedarf bei Forstschutz und Klimaschutz. "Die Ursache für den Klimawandel ist die CO2-Freisetzung als Ergebnis der Verbrennung fossiler Energieträger. Über Millionen Jahre darin gebundener Kohlenstoff belastet als zusätzliches CO2 unsere Atmosphäre und bewirkt die Erderwärmung. Das spürt ganz gewaltig die Forstwirtschaft. Borkenkäfer, Sturmschäden, Eisbrüche und Dürreschäden führen zu immer mehr Schadholz in Österreich und in unseren Nachbarländern. Dieses Holz muss zur Vermeidung noch schlimmerer Folgeschäden aus dem Wald abtransportiert werden. Die Wertschöpfung aus der Verwertung dieses Schadholzes in den Holzkraftwerken finanziert die Arbeit der Wiederaufforstung. Sie ist die Grundlage der nachhaltigen Holzversorgung aller Sektoren mit allen Sortimenten", so Schultes und zeigte auf, dass Österreich bis zu 3,2 Mio. t CO2 pro Jahr einspart, die durch das Nachwachsen des Waldes wieder gebunden werden. Ökostrom ersetzt 2 Mrd. kWh Kohlestrom und 450 Mio. l Heizöl durch erneuerbare Wärme aus Holzkraftwerken. 

"Die neue Regierung muss umgehend eine praxistaugliche Ökostromgesetzreform umsetzen. Abschalten müssen wir klimaschädliche Braunkohlekraftwerke und gefährliche Atomkraftwerke. Unsere Holzkraftwerke sind wahre Klimaschutz-Dynamos. Sie weiterzuführen, ist der Zukunftsweg", so Schultes abschließend.